Bärlauchbutter

Bärlauchbutter

Die Bärlauchsaison ist nicht wirklich lang und dauert leider nur drei Monate von März bis Mai. Und diese kurze Zeit will schließlich genutzt werden, daher stelle ich dir auch heute meine Bärlauchbutter vor. Der „Bruder“ vom Knoblauch schmeckt besonders aromatisch und ist noch dazu sehr gesund. In einem wichtigen Punkt unterscheidet sich der Bärlauch vom Knoblauch, zum Glück. Das Aroma ist ähnlich und er hat gleiche gesundheitliche Vorteile, aber er verursacht keine unangenehmen Gerüche, nachdem du ihn zubereitet oder verzehrt hast. Diese zwei Gründe sind schon genug, um in der kurzen Bärlauchsaison dieses Lauchgewächs so oft wie möglich in der Küche einzusetzen.

Aber warum riecht Bärlauch nicht so wie Knoblauch nachdem du ihn gegessen hast? Das liegt an der schwefelhaltigen Aminosäure Alliin, denn, sobald du die Blätter vom Bärlauch zerkleinerst, wird daraus Allicin. Dieser Stoff ist für das Aroma verantwortlich, im Bärlauch ist allerdings viel weniger davon vorhanden als beim Knoblauch, so dass du nach dem Verzehr von Knoblauch aus jeder Pore deines Körpers stinkst und bei Bärlauch halt nicht. Gesund ist er trotzdem, denn Bärlauch verbessert genauso wie sein „Bruder“ die Fließeigenschaften des Blutes und er ist gut gegen Magen- und Darmkeime.

Leider vertragen diese schwefelhaltigen Verbindungen Hitze und Kälte nicht so gut, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack und Aroma einbüßt. Daher sollte er eigentlich nur roh eingesetzt werden, um ihn dann unter die zubereiteten Speisen zu mischen. Z.B. wie bei meinem Rezept heute als Bärlauchbutter. Weitere Alternativen sind Bärlauchpesto, Bärlauch in Olivenöl und Salz haltbar gemacht oder einfach klein geschnitten in Salaten bzw. anderen Speisen beigemischt. Die ersten drei Varianten eignen sich auch hervorragend um die Bärlauchsaison künstlich zu verlängern, da Bärlauch halt nicht gut haltbar gemacht werden kann.

Die Bärlauchbutter passt wunderbar zu Steaks, einfach nur als Brotaufstrich oder unter heiße Pasta gemischt.

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Zutaten:

  • 375 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 30 g frischer Bärlauch
  • Meersalz

Den Bärlauch abspülen, trocken schütteln, eventuell noch mit Küchenpapier trocken reiben und sehr fein hacken. Den gehackten Bärlauch mit einer Gabel unter die weiche Butter mischen. Die Bärlauchbutter auf Klarsichtfolie legen, zu einer Rolle formen und in die Folie wickeln. Die Butter bis zur Verwendung im Kühlschrank kalt stellen.

Tipp: Ich forme mir daraus Kugeln und friere diese in einem Ziploc-Beutel ein und kann sie dann nach Bedarf einzeln entnehmen. Optional den Schalenabrieb von einer Bio-Limette unter die Butter mischen.

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2 Kommentare zu “Bärlauchbutter

  1. Einfach und gut 🙂

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