Griechischer Schweinerücken mit Rosmarinkartoffeln und Zaziki

Griechischer Schweinerücken mit Rosmarinkartoffeln und Zaziki

In den Tiefen meines Gefrierfaches begegnet mir hin und wieder mal ein Stück Fleisch, dass ich irgendwann einmal machen wollte, aber es aus irgendwelchen wichtigen Gründen vergessen oder nicht geschafft habe. So auch in diesem Fall, es begegnete mir ein Stück Schweinerücken, der verarbeitet werden wollte, um Platz für andere Dinge zu schaffen. Herauskam ein griechischer Schweinerücken.

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Die Wahl der Zubereitung im Ofen fiel dabei auf das Niedertemperatur-Garen. Ich mag diese Garmethode, das Fleisch nur kurz anbraten, ein wenig würzen und dann ab in den Ofen, um dann nach 4 Stunden mal zu schauen, was damit passiert ist. Dabei wird der Schweinebraten auf schonende Art auf die Zieltemperatur von 68°-70° C gebracht. So hatte ich zwischendurch genug Zeit für die Gäste, da wir diese schon am frühen Nachmittag erwartet haben und erst am Abend essen wollten. Der große Vorteil dieser Garmethode ist, dass im Grunde genommen kein Risiko besteht, dass das Fleisch austrocknet, da ein allzu großes Temperaturgefälle weitestgehend vermieden wird. Das dauert zwar bei einer Ofentemperatur von etwa 80°C etwas länger, aber ist in diesem Fall auch so gewollt und es bleibt so schön saftig.

Das Zaziki habe ich am Vorabend gemacht, damit es noch ein wenig durchziehen kann. Die Rosmarinkartoffeln und den griechischen Salat habe ich ungefähr eine halbe Stunde vor dem Servieren gemacht. Für mich ist es insgesamt ein ideales Gericht an einem solchen Tag, mit sehr wenig Vorbereitung.

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Am nächsten Tag gab es dann den restlichen Schweinebraten als kalten Aufschnitt mit Zaziki und Ketchup als Sandwich. Es lohnt sich also ruhig etwas mehr Fleisch zu machen, damit auf jeden Fall auch etwas übrig bleibt für den darauffolgenden Tag.

Zutaten (4-5) Personen:

Griechischer Schweinerücken:

  • 1,6 kg Schweinerücken (Lachsrücken ohne Kette 1/3)
  • 9 Taggiasca Oliven ohne Stein
  • 6 getrocknete Tomaten in Olivenöl
  • 6 Zweige Blattpetersilie
  • 3 Zweige Oregano
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Wasser
  • 1 TL Paprikapulver rosenscharf
  • 1 TL Zucker
  • Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl zum Anbraten

Rosmarinkartoffeln:

  • 800 g kleine Kartoffeln
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 – 2 Zweige Rosmarin
  • 1 TL Salz (gestrichen)
  • Wenig Pfeffer aus der Mühle

1. Die Rosmarinnadeln, die Thymianblättern, die Blattpetersilie, die getrockneten Tomaten, die Taggiasca Oliven, den geschälten Knoblauch, den Zitronensaft, das Olivenöl, das Wasser, das Paprikapulver rosenscharf, den Zucker, den frisch gemahlenen Pfeffer und das Salz in ein hohes Gefäß geben. Mit einem Pürierstab daraus eine cremige Paste herstellen.

2. Das Fleisch von allen Seiten großzügig salzen und leicht andrücken.

3. Das Fleisch kurz in einer Pfanne mit etwas Olivenöl von allen Seiten anbraten, bis eine schöne braune Farbe entsteht. Aus der Pfanne nehmen und mit der Kräuterpaste gleichmäßig bestreichen. Die restliche Kräuterpaste beiseite stellen.

4. Den Backofen in der Zwischenzeit auf 80°C Umluft vorheizen, und das Fleisch in einem großen Bräter oder auf ein tiefes Backblech in den Ofen stellen. Ein Bratenthermometer an die dickste Stelle vom Braten und möglichst genau in der Mitte stechen. Den Braten für ungefähr 4 Stunden bei 80°C im Ofen lassen bis zu einer Kerntemperatur von 68 °C. Zwischendurch immer mal wieder mit einem Teil der restlichen Kräuterpaste bestreichen.

5. Die nicht geschälten Kartoffeln – eventuell nur ein wenig abbürsten oder waschen und trockentupfen – der Länge nach halbieren oder vierteln, je nach Größe.

6. Die Rosmarinnadeln fein hacken, zusammen mit den Kartoffeln, dem Olivenöl, dem Salz und dem Pfeffer marinieren. Dazu entweder alles in einen Frischhaltebeutel geben und gut durchkneten oder alles in einer großen Schüssel vermischen.

7. Die marinierten Kartoffeln ungefähr 20 Minuten im heißen Ofen bei 200°C Ober-/ Unterhitze. Anschließend nochmal 5 Minuten bei Oberhitze und 250°C oder – wenn Ihr habt – unter dem Grill bräunen. Alternativ wie in meinem Fall habe ich, da mein Backofen belegt war, habe ich sie im Airfryer für knapp 18 Minuten bei 190 °C gebacken. Die Garzeit hängt natürlich wesentlich von Größe und Dicke der Kartoffelstückchen ab und kann nur ein Richtwert sein.

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Tipp: Aus dem Bratensaft kannst du eine leckere Sauce ziehen. Dazu die Pfanne wieder auf eine Herdplatte stellen und erhitzen. Nach ein paar Minuten mit ca. 200 ml Rotwein ablöschen, die braunen Bratenreste vom Boden der Pfanne abkratzen. Den Wein einkochen lassen, mit Sahne oder Fond aufgießen. Eventuell die Sauce noch etwas andicken und gegebenenfalls nachwürzen.

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