Sashimi vom Cobia

Sashimi vom Cobia

Vor zwei Wochen bekam ich vom FrischeParadies einen „neuen“ Fisch zum Testen nach Hause und hatte die Gelegenheit mich mit diesem rund 1 kg großen Stück zu beschäftigen und zu experimentieren. Bei dem Fisch handelte es sich um Cobia, einen vielseitig einsetzbaren Fisch aus Panama. Den Anfang bei meiner Verkostung macht das Sashimi vom Cobia, es folgen in nächster Zeit ein gebratener und ein in Sud gar gezogener Cobia.

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Cobia ist in anderen Regionen auch unter den folgenden Namen bekannt: Ling, Cubby Yew, Black Salmon, Runner, Lemonfish, Black Kingfish, Kingfish, Prodigal Son, Crabeater, Captain's Fish, Offiziersbarsch oder Sergeant Fish. Die letzten drei Namen stammen übrigens daher, dass dieser bis zu zwei Meter lange und 70 kg schwere Fisch meist nur vom Captain, Offizier oder Sergeant gefangen werden konnte, nur diese waren erfahren und versiert genug, diesen Fisch zu fangen.

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Aufgrund der Tatsache, dass der Cobia nunmal in freier Wildbahn nicht so einfach zu fangen ist, gab es Versuche den Fisch in Aquakulturen in Asien zu züchten. Dieses Unterfangen ist allerdings aus diversen Gründen nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Zwei Gründe sind das hohe Bewegungspotential der Fische und das benötigte hochwertige Futter. Bei dem Cobia den ich bekommen habe, handelte es sich nicht um einen Wildfang, sondern um einen Fisch aus einer Aquakultur. Ursprünglich lebt der Cobia im offenen Meer in tropischen und subtropischen Bereichen von Atlantik und Indopazifik. Open Blue hat es nach knapp 10 jähriger Forschung geschafft, den Cobia erfolgreich in gleichbleibender hoher Qualität und vor allem konstanter Verfügbarkeit zu züchten.

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Dazu werden die Cobia ca. drei Monate an Land aufgezogen, bis sie etwa 150 g schwer sind. Danach wachsen sie bei minimaler Besatzdichte für weitere 14 Monate in großen Netzzylindern, sogenannten Open Ocean Platforms, im Meer auf. Die fest am Meeresboden verankerten Plattformen befinden sich ungefähr 12 km in einem eigens errichteten, zehn Quadratkilometer großen Seeschutzgebiet vor der Küste Panamas. Dort sind die Cobia starken Strömungen von ein bis drei Knoten ausgesetzt, dadurch wird der der Fisch trainiert und mit viel Sauerstoff versorgt, daraus begründet sich unter anderem die hohe Qualität des Fisches. Weitere Gründe für die hohe Fischqualität sind ein hocheffizienter Fütterungs­prozess, der Fütterungsverluste vermeidet, und der vollständige Verzicht auf Zusatzstoffe, gentechnisch modifiziertes Futter, Hormone und Antibiotika.

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Bei meiner ersten Geschmacksprobe wollte ich den Fisch pur, roh und ohne jedwede Würze probieren. Als großer Sushi und Sashimi Fan kommt da nur eine Form der Zubereitung in Frage und zwar als Sashimi. Gerade bei Sushi und Sashimi bist du auf eine hohe Fischqualität und Frische des Fisches angewiesen, da kommt so ein Produkt wie der Cobia gerufen. Beim Schneiden des hellen Fleisches fällt sofort die angenehme, feste Konsistenz des Fisches auf, dadurch lässt er sich gut verarbeiten und zerfällt nicht sofort beim Schneiden in dünne Scheiben. Das Fleisch ist fett und hat einen angenehmen nussig-buttrigen Geschmack, zudem ist Cobia noch richtig gesund, da er zwei- bis viermal so viele Omega-3-Fettsäuren hat wie der Lachs.

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Zutaten (2 Personen):

  • 450 g – 500 g Cobia
  • Sojasauce
  • eingelegter Ingwer
  • Wasabi

1. Den Fisch in ca. 2-4 mm dünne Scheiben schneiden, dazu ein wenig Sojasauce, eingelegten Ingwer und Wasabi servieren.

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Hinweis: Der Cobia wurde mir vom FrischeParadies kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Bildrechte für die Bilder ohne Logo liegen bei Open Blue. Der Bericht stellt meine höchsteigene Meinung dar.

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4 Kommentare zu “Sashimi vom Cobia

  1. Der Fisch sieht super lecker aus, bin schon gespannt welche Rezepte du noch im Petto hast!

    • Hallo Uli,
      vielen Dank, es hat auch super lecker geschmeckt. Es kommen noch zwei Rezepte mit Cobia, die ich auch richtig lecker fand.
      Vg Sascha

  2. Ich bin etwas mistrauisch was die an anderer Stelle so hochgelobten Omega 3 Werte angeht. Von 2-4 mal so hoch wie in Zuchtlachs ist die Rede. Nachdem die Zuchtlachse vorwiegend Sojafutter erhalten liegt der Omega 3 Wert bei Null und 4 x 0 bleibt Null. Mal davon abgesehen, dass Omega 3 vorwiegend vom Krill und Co. kommt und deshalb (nur?) in kalten Gewässern vorkommt. Wie wäre es mal mit echten Mengenangaben im Vergleich zum täglichen menschlichen Bedarf. Das wäre dann mal reelle Werbung. Abgesehen davon war die Probe im Globus sehr lecker (Anmerkung : Fisch für Sushi und Sashimi dürfen nur nach 24h bei -20°C verkauft werden, wegen der Nematoden)
    VG WKF

    • Hallo WKF,

      danke für deine Anmerkungen. Kommt ganz darauf an, was du für Zuchtlachse kaufst. Der Anteil beim Cobia für Omega 3 Fettsäuren (DHA und EPA) beträgt ungefähr 3,3 g per 100 g.
      Für einige Zubereitungsformen von Fisch werden sogar 3 Tage bei -20° C empfohlen, um alle Nematoden abzutöten.

      VG

      Sascha

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