Lasagne - nicht ganz klassisch

Lasagne – nicht ganz klassisch

Heute stelle ich dir meine Lieblingslasagne vor. Die klassische Lasagne al forno besteht aus einem Bologneseragout in vereinfachter Form, Béchamelsauce, geriebenem Parmesan und wird im Ofen fertig gebacken. Nun ja, ich bin kein Freund der Béchamelsauce und ich liebe Büffelmozzarella. Von daher gibt es anstelle der Béchamelsauce eine Tomatensauce und zum Parmesan gesellt sich Büffelmozzarella. Diese Lasagne bereite ich jetzt schon seit ungefähr 12 Jahren immer wieder gerne zu, zur Zeit nur leider viel zu selten. Seitdem ich angefangen habe zu bloggen wiederholen sich viele Gerichte nicht so oft wie ich es gerne hätte, dafür kommt natürlich auch vieles neues auf den Tisch. Bis dann meine bessere Hälfte mich mal wieder dazu auffordert, doch endlich mal wieder einen Klassiker aus unserer Küche hervorzuholen, wie eben diese Lasagne. Sie ist ein bisschen aufwendiger, aber der Aufwand lohnt sich allemal. Vom Ragout und der Tomatensauce kannst du gerne größere Mengen vorbereiten, dann kannst du einen Teil einfrieren und dann bei Bedarf schnell eine Lasagne zubereiten, damit relativiert sich auch der Aufwand oder du machst sofort mehr von der Lasagne und frierst diese dann portionsweise ein.

Zutaten (3 – 4 Personen):

Lasagne:

  • 500 g Büffelmozzarella
  • 125 g geriebener Parmesan
  • 100 g Butter
  • 16 – 18 Lasagneplatten
  • Olivenöl
  • Bologneseragout (siehe unten)
  • Tomatensauce (siehe unten)

Bologneseragout:

  • 1 große Zwiebel
  • 1 große Möhre
  • 3 Knoblauchzehen
  • 100 g Knollensellerie
  • 100 geräucherter Speck
  • Olivenöl
  • 400 g Rindergehacktes
  • Salz, Pfeffer
  • 50 g Butter
  • 3 EL Tomatenmark
  • 800 g Tomaten aus der Dose
  • Zucker
  • 125 ml Rinderfond
  • 3 – 4 Zweige frischer Oregano

Kräftige Tomatensauce:

  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl
  • 1 große Möhre
  • 100 g Knollensellerie
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 getrocknete Peperoni
  • 500 g Tomaten aus der Dose
  • 1 Bund Basilikum
  • Salz, Pfeffer, Zucker

1. Für das Bologneseragout Zwiebeln, Möhren, Knoblauch, Sellerie fein hacken. Speck in kleine Würfel schneiden. Olivenöl erhitzen, darin gehackte Gemüse und Speck anbraten. Rindergehacktes darunter mischen, gut vermengen und mit anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Butter und Tomatenmark hinzugeben, kurz mit anschwitzen. Von den Dosentomaten den Strunk entfernen, hinzugeben und mit einer Prise Zucker würzen. Mit Rinderfond auffüllen und für mindestens 30 Minuten – idealerweise bis zu 2 Stunden – alles auf kleiner Flamme, bei geschlossenem Deckel, köcheln lassen. Das kannst du auch gut einen Tag vorher zubereitet werden. Zum Schluss die Blätter vom Oregano abzupfen, fein hacken und zum Ragout hinzugeben.

2. Für die Tomatensauce Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. In Olivenöl anschwitzen. Möhren und Sellerie klein hacken, dazugeben und auf kleiner Flamme langsam Farbe nehmen lassen. Tomatenmark unterrühren und mit anschwitzen. Lorbeerblatt, getrocknete Peperoni und die Tomaten ohne den Strunk hinzugeben. Alles bei kleiner Flamme einkochen lassen. Zum Schluss Salz, Pfeffer und Zucker würzen, mit Olivenöl verfeinern. Basilikum hacken und unterrühren. Mit dem Zauberstab die Tomatensauce fein pürieren.

3. Eine große Auflaufform mit Olivenöl auspinseln. Zuerst eine Schicht Nudeln darauf legen und mit einer Schicht Bologneseragout bedecken. Mozzarella klein zupfen und mit geriebenen Parmesan darüber streuen. Dieses solange wiederholen bis die Auflaufform voll ist oder dir die Zutaten ausgehen. Ich schaffe 3 Schichten Lasagneplatten, wenn ich das Ragout dünn verteile in einer 34 x 23 cm großen Auflaufform. Auf die letzte Lage kommen dann noch ein paar Butterflöckchen. Die Form mit Alufolie abdecken und bei 200° im Backofen für ca. 50 Minuten backen, wenn du den Käse braun haben möchtest, entfernst du die Alufolie ca. 10 Minuten vor Ende der Garzeit. Lasagnestücke auf einem heißen Spiegel der Tomatensauce anrichten, eventuell reichst du noch frisch geriebenen Parmesan dazu.

Tipp: Als Dosentomaten habe ich immer San Marzano Tomaten im Haus, die schmecken meiner Meinung nach am besten und als Parmesan nehme ich einen nicht ganz so lange gereiften. Das Bologneseragout passt auch so sehr gut zu Nudeln, dann mache ich es allerdings ein klein wenig flüssiger, mit mehr Rinderfond oder Tomaten.

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6 Kommentare zu “Lasagne – nicht ganz klassisch

  1. Das kenne ich, man kocht viel zu viel neues, weil es im Netz und überall nur so davor wimmelt und ich sehr experimentierfreudig bin. Um so mehr freue ich mich über dein Rezept. Ich hasse Bechamelsauce!!!! Wer steht denn schon auf so ein Glibberzeug? Seit einigen Jahren mache ich meine Lasagne auch mit Mozzarella. Wie genau, sollte ich vielleicht mal verbloggen;) Ich habe auch schonmal den Tipp von Jamie Oliver befolgt und die Bechamelsauce durch Hüttenkäse ersetzt. Er hat das zwar nur aus Kaloriengründen gemacht, aber lecker wars:)
  2. Willkommen im Club, Leidensgenossin!!! Ich freue mich auf deine Lasagnenvariante, vielleicht sollte man daraus ein Blogevent machen: Lasagne, aber ohne Glibber! 🙂
  3. Wenn ich eine Lasagne mache, dann auch immer gerne 2 Auflaufformen voll. Die gefriere ich dann Portionsweise ein. So hat man mal etwas für auf die schnelle.
  4. hihi… ja, gute Idee:) Ich glaub ich hab auch noch ein Lasagnefoto… sonst dauert das Verbloggen wohl länger, weil ich das nächste Mal erstmal deine machen will:)
  5. So ist es, sonst lohnt sich der Aufwand auch nicht,
  6. Bin gespannt, dann sag mir mal wie sie dir geschmeckt hat, freue mich immer über Feedback.

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